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Test: Fährtendosen

Beim Fährten setze ich gerne Nassfutter oder sogar Katzenfutter als besonderes Highlight ein – entweder als Jackpot am Ende oder zur Aufwertung der Gegenstände beim Verweisen. Allerdings ist Nassfutter immer etwas schmierig und ohne Dose nicht gerade gut in der Tasche zu transportieren. Auch lässt es sich auf der Fährte nicht gut aus der Verpackung heraus portionieren. Deshalb ich auf der Suche nach passenden Fährtendosen war, die ich im Vorfeld gut für die Gegenstandsarbeit vorbereiten und während des Trainings problemlos verwenden kann.

Meine Wunsch-Dosen müssen …

  • spülmaschinenfest sein.
  • ein geringes Gewicht haben.
  • robust sein, so dass sie auch mal runterfallen können.
  • eine weite Öffnung zum leichten Befüllen und Entnehmen haben.
  • sich leicht öffnen lassen, aber nicht einfach so in der Tasche aufgehen.
  • auslaufsicher sein.
  • sich leicht in meine Tasche stecken und wieder daraus herausholen lassen.
  • günstig sein, damit ein Verlust/Defekt nicht gleich ins Geld geht.
  • den Geschmack des Futters nicht beeinträchtigen.

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Ich habe eine ganze Weile gesucht und gestöbert. Eher durch Zufall bin ich bei Amazon auf die Dosen aufmerksam geworden, die eigentlich für Kinder-Slime genutzt werden. 24 Stück für 9,99€ luden mich dann zum Testen ein. Und ich verrate dir vorweg: Ich habe den Kauf vom 27. Februar 2019 noch nicht bereut!

Wie Camillo und ich testen

Wir gehen derzeit – je nach Wetterlage, Zeit und verfügbarem Gelände – bis zu 5x die Woche fährten. Camillo ist für diese Dosen mein Testkandidat, da er sich noch im Aufbau befindet und die Gegenstände mit besonderem Futter hochwertig belohnt werden müssen. Pro Fährte hat er zwischen 3 und 7 Gegenstände zu verweisen, an denen er aus den Dosen gefüttert wird. Somit benötige ich derzeit bei ihm bis zu 35 gefüllte Fährtendosen in der Woche. Da ich nur etwas mehr als die Hälfte der Packung in Verwendung habe, kommen die einzelnen Dosen häufiger zum Einsatz; der Rest bleibt als Reserve im Schrank.

Fährtendosen

Meine Erfahrung mit den Dosen

Die Dosen bestehen aus transparentem Plastik, das jedoch nicht so klar ist wie eine Trinkflasche, sondern leicht milchig. Ich kann dennoch sehr gut erkennen, was eingefüllt wurde, ohne den Deckel zu öffnen.
Dieser sitzt recht stramm auf dem Unterteil, so dass der Saft des Nassfutters nicht auslaufen kann. Allerdings lässt er sich besonders zu Anfang recht schwer öffnen, zumal die kleine Öffnen-Lasche nicht gerade sehr stabil zu sein scheint. Diese hält jedoch überraschend gut! Und mit der Zeit wird das Plastik auch etwas geschmeidiger und ich etwas geübter im Entfernen des strammen Deckels, so dass sie sich leichter öffnen lassen. Ausgeleierte Deckel, die nicht mehr halten, habe ich bisher noch nicht aus dem Geschirrspüler geholt.

Mit einem maximalen Durchmesser von 6,8cm (Deckel) und einer Höhe von 3cm passen die Dosen problemlos in die Taschen meiner Jacke, Sportweste oder der Fährtenschürze. Damit bietet die Dose auch genügend Stauraum für 1-2 Teelöffel Futter – genau die Menge, die ich pro Gegenstand auf der Fährte benötige. Durch die weite Öffnung kann ich das Futter rasch und ohne große Fummelei einfüllen. Auf der Fährte brauche ich dann nur den Deckel abnehmen und kann das Futter direkt zwischen die Pfoten von Camillo kippen. Alternativ kann ich ihn auch direkt daraus fressen lassen.

Die Dosen lassen sich problemlos im Geschirrspüler reinigen. Da sie jedoch recht leicht sind, muss ich sie etwas festgeklemmen (z.B. hinter Bechern oder Gläsern oder im Besteckkorb), sonst gehen sie wandern.
Ich lasse den Spüler auch mit höheren Temperaturen laufen, wobei sich keine der Dosen verformt hat. Lediglich die Reste einer Tomatensoße führten dazu, dass sich ein paar Deckel verfärbt haben. Da mich das persönlich nicht stört, sehe ich das nicht als Negativ-Punkt an.

Was oft ein Thema bei so billigen (im asiatischen Raum produzierten) Dosen ist, ist der Geruch. Oftmals stinken die Plastikteile chemisch und geben diesen Geruch an den Inhalt ab. Bei Futter kann es dann sogar dazu führen, dass der Geschmack verändert wird und der Hund es nicht mehr annimmt.
Bei den von mir gekauften Dosen ist dies nicht der Fall. Sie riechen anfangs ganz dezent nach „neu“, aber sie stinken nicht. Dieser Neu-Duft verliert sich auch sehr schnell – bereits nach dem ersten Gebrauch konnte ich ihn nicht mehr wahrnehmen. Camillo hatte damit auch keine Schwierigkeiten, sondern fraß begierig das Futter direkt aus der Dose.

Ein weiterer Punkt ist die Lebensmitteleignung – hierzu habe ich keine Angabe gefunden. Wenn du darauf Wert legst, solltest du nach einer passenden Alternative suchen, die aber vermutlich deutlich teurer als das von mir getestete Set sein wird.

Fährten findet bekanntlich bei jedem Wetter statt. Bisher konnte ich die Dosen nur bei leichtem Frost, Regen, Sturm und wärmeren Frühlingswetter testen. Weder die Temperaturen noch die Nässe beeinträchtigten die Handhabung der Dosen. Sie wurden weder rutschig, noch schmierig (außer wenn Futter auf der Außenseite klebt) noch weich.

Deckel der Fährtendosen

Was ich nicht getestet habe

Ich habe die Dosen noch nicht in den Boden getreten oder verbuddelt. Das hängt damit zusammen, dass Camillo noch nicht ganz so weit ist. Weiter neigen sowohl Düse als auch Camillo dazu, das Ausbuddeln der Dosen auch an den Gegenständen zu zeigen, was insbesondere in der Prüfung fehlerhaft ist. Da ich auch keine Lust habe, mir hiermit eine unnötige Baustelle in meine Fährtenarbeit einzubauen und wieder Korrekturmaßnahmen ergreifen zu müssen bzw. ein gezieltes „wo-darf-ich-buddeln“-Unterscheiden zu trainieren, verzichte ich auf diesen Test.

Genauso wenig habe ich das Platzieren der Dosen zusammen mit einem Gegenstand getestet, da ich es in Camillos Ausbildung nicht benötige. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Gegenstände sehr gut auf den Dosen platziert werden können, da diese einen großen Deckel haben und schön flach sind. Müsste man einfach testen.

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Fazit: Empfehlenswert!

Für unseren Praxiseinsatz sind die Dosen bisher sehr gut geeignet, weshalb ich sie dir empfehle. Sie lassen sich während der Fährtenarbeit sehr gut handhaben: Ich kann Camillo an den Gegenständen problemlos mit Nassfutter belohnen, ohne durch großartiges Fummeln (z.B. Dose aus der Tasche holen, Deckel öffnen) unnötig Zeit zu verlieren. Auch vermeide ich unnötiges Geraschel mit Plastiktüten oder Futtermatsche in meinen Taschen. Weiter sind die Dosen leicht im Geschirrspüler zu reinigen und durch ihre Stapelfähigkeit gut aufzubewahren. Dank ihres geringen Preises ist es auch nicht schlimm, falls mal eine Dose kaputt oder verlustig gehen sollte.

Ich bin mit ihnen sehr zufrieden!


Offenlegung:

Weder Amazon noch der Hersteller der Dosen hat mich für diesen Test beauftragt. Für seine Veröffentlichung werde ich nicht bezahlt. Die Dosen wurden mir nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern von mir selbst gekauft. 

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