Unser Sport

Unsere Hunde werden im Gebrauchs- und Fährtehnundesport entsprechend der internationalen Prüfungsordnung der FCI ausgebildet und aktiv geführt. Beides möchten wir einmal kurz vorstellen:

 

Der Gebrauchshundesport

Dieser Sport beinhaltet drei Disziplinen, deren Schwierigkeiten von der jeweiligen Prüfungsstufe (IPO1, IPO2, IPO3) abhängen:

www_fährteAbteilung A – die Fährte
In dieser Sparte ist die Nase des Hundes gefordert: Mit ihr muss der Vierbeiner einer zuvor ausgelegten, mindst. 20 Minuten alten Spur folgen, 2-3 spezielle Fährtengegenstände aus verschiedenen Materialien finden und anzeigen. Dabei sollte sich der Hund nur an der Bodenverletzung (z.B. zertretenes Gras, aufgerissener Ackerboden) orientieren, ohne sich von Richtungswechseln, Treckerfurchen, Wildspuren oder Ähnlichem irritieren oder gar ablenken zu lassen.

fci01Abteilung B – die Unterordnung
Der Gehorsam steht im Blickpunkt dieser Disziplin. Dabei wird immer mehr Augenmerk auf die Teamarbeit zwischen Hund und Mensch sowie die freudige Ausstrahlung des Vierbeiners gelegt, mit der er die geforderten Übungen ausführt. Schon im Training wird deshalb die Konzentration, das Einfühlungsvermögen und die Geduld der beiden Team-Partner gefordert.

Die bekannteste Übung ist das „Fuß-Laufen“, bei der der Vierbeiner seinem Hundeführer auf Kniehöhe folgt. Hinzu kommen noch das Absitzen, Abliegen oder Stehenbleiben aus der Bewegung sowie das Apportieren eines Bringholzes auf ebener Erde, über die Meterhürde und die Kletterwand. Anschließend wird der Hund über die gesamte Länge des Platzes geschickt, der sich dann auf ein entsprechendes Signal hinlegen muss.

Während ein Hund durch diese Übungen geführt wird, wird ein zweiter am Rand des Platzes abgelegt. Beide Hunde dürfen sich durch die Anwesenheit des anderen nicht ablenken lassen.

Abteilung C – der Schutzdienst5. Mai 2013 IPO 1 Abt. C
Diese Disziplin fordert insbesondere die Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein eines Hundes genauso wie seine individuelle Triebveranlagung und Gesundheit. Nur die Hunde, die diese Anforderungen erfüllen, sind in der Lage, zu lernen, ihren vorhandenen Kampf- und Schutztrieb in Kombination mit ihrem Beutetrieb (Spielvermögen) auch in extremen Situationen („höhere Trieblage“) zu kontrollieren. Dies wird im Schutzdienst gefordert, da es um die sportliche Ausbildung eines Hundes und nicht um die Erfüllung eines Selbstzwecks handelt.

Der Schutzdienst beginnt mit der Streife nach dem Helfer, bei der der Hund eine bestimmte Anzahl von Verstecken absuchen muss, ehe er mit seinem Bellen den gefundenen Helfer anzeigt. Der Hundeführer kommt anschließend heran und ruft seinen Vierbeiner ab, der prompt und ohne Zubeißen in die Beute reagieren muss. Danach folgt ein kurzer Fluchtversuch des Helfers, den der Hund mit Hilfe des Zupackens in den speziellen Hetzärmel verhindern muss. Zum Abschluss folgen zwei verschiedene Transporte, bei denen der Helfer zum Richter gebracht wird. Auch hier muss der Hund zeigen, dass er sich beherrschen kann und im Gehorsam seines menschlichen Team-Partners steht.

 

fährte

Der Fährtenhundesport
Der Fährtenhundesport stellt einen Spezialsport dar, der sich rein auf die Fährtenarbeit mit dem Hund konzentriert und den es in drei Prüfungsstufen (FH1, FH2, IPO-FH) gibt . Hier sind die Anforderungen an die Suchleistung des Hundes deutlich gesteigert: Die Länge der Fährte erhöht sich auf bis zu 1800 Schritt. Außerdem muss die Spur mehrere Stunden liegen, ehe sie abgesucht werden darf. Neben den normalen (rechten) Winkeln kommen noch ein Bogen sowie ca. 45°-Grad-Winkel hinzu. Die Anzahl der anzuzeigenden Gegenstände erhöht sich auf 7. Des Weiteren muss der Hund mit wechselndem Gelände (z.B. von Wiese auf Acker) oder gar Überquerungen von Wegen klar kommen.